Discord und Teamkommunikation
Für den Betrieb eines Discord-Servers ist der Verein verantwortlich, weil er über Zweck und Mittel entscheidet. Discord ist daneben für die eigenen Zwecke verantwortlich. Ein Vertrag über Auftragsverarbeitung passt auf dieses Verhältnis nicht.
In fast jeder E-Sport-Organisation läuft die Kommunikation über Discord. Der Server ist Trainingsraum, Vereinsheim und Schwarzes Brett zugleich, und genau deshalb fällt dort mehr an, als den Beteiligten bewusst ist.
Was zu regeln ist
- Wer den Server betreibt und wer Administrationsrechte hat
- Welche Kanäle es gibt und wofür sie gedacht sind
- Welche Daten dort nichts zu suchen haben, etwa Beitrags- und Gesundheitsdaten
- Aufbewahrung je Kanal, mit automatischem Aufräumen wo möglich
- Verfahren für Meldungen, Moderation und Ausschlüsse
- Hinweis an die Mitglieder, welche Verarbeitung stattfindet und wer verantwortlich ist
- Was beim Wechsel von Administratoren mit den Zugängen geschieht
Wie wir unterstützen
Wir schauen uns die Struktur Ihres Servers an, ordnen Verantwortlichkeiten und Drittlandfragen ein und schreiben eine kurze Ordnung, die Mitglieder auch lesen. Wo eine Alternative in Europa sinnvoll ist, sagen wir das ebenfalls.
Der Server ist gewachsen, die Regeln nicht?
Wir bringen beides zusammen, in einer Ordnung, die auf eine Seite passt.
Kontakt aufnehmenHäufige Fragen
Sind wir für unseren Discord-Server verantwortlich?
Für den Serverbetrieb ja. Wer Kanäle einrichtet, Rollen vergibt und moderiert, entscheidet über Zweck und Mittel und ist insoweit Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Discord selbst verarbeitet daneben für eigene Zwecke und ist dafür eigenständig verantwortlich. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag bildet dieses Verhältnis nicht ab.
Ist die Nutzung wegen des US-Anbieters unzulässig?
Unzulässig nicht, aber begründungsbedürftig. Zu prüfen sind der Zertifizierungsstatus des Anbieters unter dem EU-U.S. Data Privacy Framework und die Frage, welche Daten überhaupt anfallen. Für den Verein ist die praktisch wichtigere Stellschraube, was auf dem Server passiert. Mitgliederverwaltung und Beitragsdaten gehören dort nicht hin.
Wie lange dürfen Nachrichten stehen bleiben?
So lange, wie es der Zweck erfordert. Ein Kanal für die Turnierorganisation braucht keine Historie über Jahre. Bei Moderationsentscheidungen liegt es anders, weil Vorgänge nachvollziehbar bleiben müssen. Sinnvoll ist eine kurze schriftliche Regel, welche Kanäle automatisch aufräumen und welche nicht.
Was gilt für Moderation und Ausschlüsse?
Ausschlüsse aus einem Vereinskanal sind faktisch Ausschlüsse aus dem Vereinsleben und sollten deshalb einem nachvollziehbaren Verfahren folgen. Moderation selbst verarbeitet personenbezogene Daten, etwa Meldungen und Verstöße. Beides regelt eine kurze Ordnung, die den Mitgliedern bekannt ist.